Dörfer

Die drei Gargano-Dörfer, die Touristen nie sehen

Juni 2025

Die drei Gargano-Dörfer, die Touristen nie sehen

Wenn die Leute an den Gargano denken, denken sie ans Meer. Vieste, Peschici, die Baia delle Zagare, die weißen Klippen. Aber es gibt eine andere Version des Gargano: die des Hinterlandes, der Dörfer, in die keine Touristenbusse kommen, wo die Häuser aus grauem Kalkstein sind, wo die Bar auf dem Platz um sieben Uhr morgens öffnet. Diese Orte findet man nicht in Reiseführern, weil sie nichts zu verkaufen haben. Sie haben nur sich selbst.

Mattinata: der Hafen, die Steinbrüche und der Weg der Langobarden

Mattinata ist nicht im Hinterland, aber auch nicht wie Vieste. Ein Dorf mit Blick auf den Golf, mit einer kompakten Altstadt aus weißem Stein und einem kleinen, aber authentischen Hafen. Die Fischerboote liegen in einer Reihe und spiegeln sich im grünen Wasser. In der Nähe befinden sich die Marmorsteinbrüche von Apricena, einem der wertvollsten Steine des Mittelmeers. Durch Mattinata führte auch die Via Sacra Langobardorum, der Pilgerweg, der das Heiligtum von San Michele Arcangelo in Monte Sant'Angelo mit dem Hafen von Siponto verband.

Ischitella: der Aussichtspunkt über den Varano-See

Ischitella ist ein Dorf auf dem Gargano-Vorgebirge mit Blick auf den Varano-See, den größten Küstensee Italiens. Vom Aussichtspunkt aus sehen Sie bei klarem Wetter den See und dahinter das Meer in einer Perspektive, die gemalt zu sein scheint. Im Dorf gibt es eine einzige ernsthafte Trattoria, wo täglich handgemachte Pasta gekocht wird. Sie haben keine Speisekarte: Die Signora kommt an den Tisch und sagt, was es heute gibt.

Carpino: wo Volksmusik noch lebendig ist

Carpino ist bekannt für die Tammorra und das Carpino Folk Festival. Das Festival findet jedes Jahr im August statt und ist eines der wenigen Volksmusikereignisse in Italien, wo die Tradition keine Rekonstruktion für Touristen ist, sondern eine lebendige Praxis. Der garganische Gesang, die Tammorra, die Tarantellen: Sie werden gespielt, weil die Menschen es wirklich wollen. Im Sommer, abends, kommen Stimmen und Instrumente aus den Fenstern der Gassen. Wenn Sie im August am Gargano sind, gehen Sie an einem Festivalabend nach Carpino. Der Eintritt ist kostenlos oder fast. Das Erlebnis ist unwiederholbar.

Häufig gestellte Fragen zu den Gargano-Dörfern

Welche Dörfer am Gargano lohnen sich abseits der Küste?

Mattinata (Hafen und Langobarden-Weg), Ischitella (Aussichtspunkt über den Varano-See), Carpino (Volksmusik-Festival im August) und Monte Sant'Angelo (UNESCO-Welterbe) sind die authentischsten Dörfer abseits des Massentourismus.

Wie weit ist Mattinata von Manfredonia?

Mattinata liegt 40 km von Manfredonia entfernt, etwa 45 Minuten Fahrt auf der SS89. Es ist ein idealer erster Halt auf dem Weg Richtung Vieste.

Wann findet das Carpino Folk Festival statt?

Das Carpino Folk Festival findet jedes Jahr im August statt, in der Regel in der ersten oder zweiten Augustwoche. Der Eintritt ist kostenlos oder fast. Es ist eines der authentischsten Volksmusikfestivals Italiens.

Was ist der Varano-See?

Der Varano-See ist der größte Küstensee Italiens, auf dem nördlichen Gargano-Vorgebirge gelegen. Er ist von der Adria durch einen schmalen Sandstreifen getrennt. Vom Aussichtspunkt in Ischitella bietet er eine beeindruckende Perspektive.

Kann man diese Dörfer ohne Auto besuchen?

Mit dem Auto ist es viel einfacher. Busse der Ferrovie del Gargano verbinden die wichtigsten Orte, aber mit sehr begrenzten Frequenzen. Für einen Tagesausflug ist das Auto praktisch unverzichtbar.

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